Teufelsschlucht Irrel

Es ist Herbstzeit, der sogenannte goldene Oktober kündigt sich an. Helloween ist nicht mehr weit, und das Wetter noch immer brauchbar für schöne Wanderungen in der Natur.

Wir fahren in die südliche Eifel, hinter Bitburg, nahe Luxemburg, nach Irrel. Hier liegt die Teufelsschlucht, ein gigantisches und teils gruselig wirkendes Felsengebilde, durch das wir uns schon einmal auf die dunkle Jahreszeit einstimmen können.  

Wir fahren zunächst über die E29 nach Irrel und biegen dort auf die Landstraße L4 ab in Richtung Prümzurlay. Auf halbem Weg finden wir auf der rechten Straßenseite einen Wanderparkplatz. Von hier aus gehen wir auf die 5,5km lange Strecke los.

  • Lagekarte
  • Wanderweg

An guten Beschilderungen fehlt es hier nicht, so werden wir nicht nur über die Wegesrichtungen, sondern auch über die Entstehung des Geländes über die vielen tausenden von Jahren informiert. Alles sehr lehrreich und spannend.

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Bis zum Jahre 2021 gab es hier eine Holzbrücke, die über den Fluß Prüm führte. Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hatte diese aber leider mitgerissen und völlig zerstört. So wurde eine neue Stahlkonstruktion errichtet, die uns heute trockenen Fußes auf die andere Seite führt. 

Und ja, es gibt hier nicht nur die sogenannte Teufelsschlucht, sondern auch die Irreler Wasserfälle, die hier bestaunt werden können. Wir gehen aber nun auf der anderen Seite weiter. Es folgen immer wieder Steigungen und Treppen, über die wir an Höhe gewinnen.

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Immer wieder erklärende Tafeln zu den natürlichen Gegebenheiten und der Flora und Fauna. Eine spannende Gartenlandschaft.

Je weiter wir gehen, desto düsterer wird es. Dabei wirkt das Grün zunehmend saftiger und dunkler, während zeitgleich Moose und Felsformationen zunehmen. Dabei wirken sie immer skuriler, je weiter wir gehen. Die Neugierde lässt uns nicht los.

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Ab und zu queren kleine Wasserläufe den Weg. Dabei scheinen vereinzelt Sonnenstrahlen durch die dichten Baumkronen auf spannend geformte Steinformationen, die wir so nur selten gesehen haben. 

Auch wenn manche Passagen etwas rutschig wirken und mehr Aufmerksamkeit bei der Trittsicherheit bedürfen, lässt uns der gigantische Blick an manchen Felsen nach oben hin den Mund weiten offen stehen vor Staunen. Unfassbar, wie sich das von selbst so gebildet hat.

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Es hat etwas von Magie, wenn wir uns die Felsen genauer anschauen. Zumindest haben wir keine bessere Erklärung dafür, was wir hier sehen. Vielleicht hat es auch etwas von einer Reise in eine Welt, die uns bestenfalls in der Fantasie vorstellbar erschien.

Kleine Höhlendurchgänge passieren wir, eng, kühl, feucht, düster. Wir passen durch, manchmal mit einem kleinen Schauder unterwegs. Da kommt uns ein kleiner Lichtblick, ein kleiner Aussichtspunkt auf die reale Welt da draußen in weiter Ferne, die uns vertrauter wirkt.

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Wir wollen uns aber nicht zu lange mit der realen Welt beschäftigen, dazu haben wir noch genug Zeit. Wir gehen daher weiter und stehen in einem Felsental vor einer endlos in die Höhe führende Treppe. Ein Felsblock droht beim Aufstieg auf uns fallen zu können. Der Gruselfaktor steigt, und mit jedem Schritt weiter nach oben auch etwas mehr Dunkelheit.

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Wir kommen an, ganz oben. Wir haben es geschafft, die Durchquerung der Teufelsschlucht. Ein tolles Erlebnis zu einer tollen Jahreszeit. Wir folgen den Beschilderungen weiter nach unten und kehren zum Wanderparkplatz zurück.